Buchrezension: Dr. Christian Rauda, Recht der Computerspiele

Vor mehr als einem Jahr erhielt ich vom Beck Verlag dieses Buch zur Rezension. Leider ist mir in der Zwischenzeit sehr viel dazwischengekommen, sodass ich erst jetzt dazu komme, das Buch zu rezensieren. 

Dr. C. Rauda ist Jurastudenten als Autor und Mitherausgeber von Skripten und Fallbüchern aus dem Richter Verlag (Richter Skripte) bekannt. Außerdem betreibt er zusammen mit Dr. Zenthöfer einen kostenlosen Klausurenkurs bei facebook, den ich jedem empfehlen kann.

Nun hat sich Herr Dr. Rauda für sein Buch ein Thema ausgesucht, das scheinbar weit abseits von bekannten Schwerpunkten der Juristerei liegt, in Wirklichkeit aber die Quintessenz aus Urheber-, Wettbewerbs-, Patent-, Marken-,Internet-, Datenschutz-,Jugendschutz-,Webe-,Steuer-, und allgemeinen Zivilrecht darstellt. Wer sich mit dem Thema beschäftigen muss, muss sich im Klaren sein, dass Fragestellungen vielfältig sein, wobei gewerblicher Rechtsschutz wohl im Vordergrund steht. 

Eine kurze Anmerkung zum Titel. Auch wenn das Werk "Recht der Computerspiele " heißt, ist es sicherlich nicht auf diese beschränkt. Die Darstellung eignet sich genauso gut auch für sonstige Software und besonders aktuell: Apps für mobile Geräte. Schwerpunkt des Werks sind aber die Besonderheiten bei Computerspielen, daher die Titelwahl.

Auch wenn das Buch speziell an Praktiker gerichtet ist, was auch den recht hohen Kaufpreis erklären würde, so kann man als Student mit dem Schwerpunkt gewerblicher Rechtsschutz oder Medienrecht von dem Buch ebenfalls profitieren. Denn der Querschnitt der hier angesprochenen Rechtsgebiete gibt dem Leser zugleich einen Überblick über die unterschiedlichen Materien.   

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Mail vom Kollegen RA Humpis Justus

Mit diesem Beitrag möchte ich eine neue Kategorie in meinem Blog beginnen: Das Frühstücks-Spam.

Heute mit Mail vom beauftragten Anwalt Humpis Justus. Herr Justus, ich habe mir erlaubt, die Fehler mit rot zu korrigieren.

Bitte seien Sie auch so nett, Ihre Kostennote nicht in einer mit Trojanern verseuchten Zip Datei anzuhängen. Und benutzen Sie gefälligst Ihre eigene Emailadresse zum Absenden und nicht von einer gewissen Daniela Fädler mit dem Account beim Bildungsserver. 

Und schließlich… 28,85 € an Anwaltsgebühren? Das ist nicht Ihr Ernst! Schon mal in die RVG Tabelle geschaut?

Guten Tag _______,
 
das von Ihnen gespeicherte Girokonto wurde war im Moment der Abbuchung nicht genügend gedeckt, um die Lastschrift vorzunehmen. Sie haben eine ungedeckte offene Forderung bei unseren Mandanten Online Pay AG.
 
Aufgrund des andauernden (?) Zahlungsausstands sind Sie gebunden vepflichtet zuzüglich, die durch unsere Inanspruchnahme entstandenen Kosten (?) von 28,85 Euro zu tragen. Wir erwarten die Überweisung bis zum 24.02.2015 auf unser Bankkonto.
 
Es erfolgt keine weitere Erinnerung oder Mahnung. Nach Ablauf der Frist wird die Angelegenheit dem Gericht und der Schufa übergeben. Die vollständige Kostenaufstellung, der Sie alle Positionen entnehmen können, fügen wir bei. Für Fragen oder Anregungen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb des gleichen Zeitraums.
 
Namens und in Vollmacht unseresn Mandanten fordern wir Sie auf, die offene Forderung schnellstens zu bezahlen.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Beauftragter Rechtsanwalt Humpis Justus

 

P.S: In meinem Spam Ordner befinden sich momentan 1.062 ungelesene Spam Mails 


Bildnachweis: CC-BY-SA 4.0, WikiUser: Qwertyxp2000

Zweites Staatsexamen nur ausreichend – und nun?

Wer sich, wie ich, regelmäßig die Statistiken zu dem zweiten Staatsexamen ansieht, der weiß, dass im VB Bereich nur etwa so viele landen, wie das Staatsexamen nicht bestehen, nämlich etwa 1/6 aller Kandidaten. Weit mehr bleiben irgendwo zwischen Ausreichend und Befriedigend stecken.

Es hat sich aber auch herumgesprochen, dass die Endnote für viele Personalentscheider das Ausschlußkriterium ist. In vielen Kanzleien und Unternehmen läuft das nach wie vor so ab, dass zunächst auf die Note geschaut wird und erst dann auf die Bewerberin oder den Bewerber. Kann man dabei eine Note jenseits der Befriedigend-Linie vorweisen, so stehen die Chancen auf eine Einstellung scheinbar schlecht.

Scheinbar? Ich will mit diesem Artikel versuchen, Denkanstöße für die Jobsuche nach dem Examen geben, mit dem Focus darauf, dass die Abschlussnote doch nicht so toll geworden ist.

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