Juristische Hausarbeit mit LaTeX (und ganz ohne MS Word)

Nachdem ich eher frustrierende Erfahrungen mit der Kombination wissenschaftliches Arbeiten und Microsoft Word bei meiner ersten Hausarbeit sammeln durfte, habe ich mich entschieden meine zweite Hausarbeit mit den Mitteln  des freien Textsatzprogramms LaTeX zu schreiben.

Nachfolgend werde ich in mehreren Beiträgen schildern, wie ich vorgegangen bin und was daraus geworden ist. Zunächst ein paar Worte zu LaTeX.

Über LaTeX bin ich gestolpert als ich meine erste Hausarbeit vor 1,5 Jahren geschrieben habe und an MS Word alle Zähne ausgebissen habe. Das war echt schlimm. Die Formatierung folgte einer ganz eigensinnigen Logik, die wohl jemanden aus Redmond in einem schlechten Traum eingefallen war und er sie in dem Programm umsetzte. Jedefalls machte die Software nicht das was ich wollte, sondern das was sie für nötig hielt. So eine Fremdbestimmung seitens eines Computers kann ich nicht ertragen. Schon gar nicht, wenn der Abgabetermin immer näher rückt, aber das Inhaltsverzeichnis immernoch so aussieht, als ob der Bearbeiter über Durst getrunken hätte.

Nunja, meine Recherche führte mich zu LaTeX über die Webseite von Peter Felix Schuster. Mich faszinierten vor allem die Unterlagen, die er für seine Zivilrecht AG erstellt hatte. Diese sehen einfach umwerfend schön aus. Die Typografie ist abgestimmt. Die Zeilen- und Zeichenabstände erleichtern das Lesen. Und alles sieht wie aus einem Guss gefertigt – einfach toll. Da habe ich mich entschieden das bei nächster Gelegenheit auszuprobieren. Die Hausarbeit war abgabereif und das ganze kurz vor Schluss umzustellen hatte ich keinen Nerv mehr. Stattdessen recherchierte ich kurz weiter und erfuhr, was es mit LaTeX auf sich hatte.

TeX war ein Programm, welches in den 80er Jahren in den USA für den Textsatz entwickelt wurde. Anders als andere Textsatzprogramme konnte TeX mit speziellen Programmbausteinen (Makros) umgehen und so für jede erdenkliche Textart nach Belieben angepasst werden. LaTeX (ausgesprochen La te:ch) ist ein Paket aus mehreren Hundert Makros, die für viele Standardeinsatzgebiete eine passende Darstellung der Textstücke ermöglicht. So ist LaTeX bei Naturwissenschaftlern für die richtige Darstellung mathematischer Formeln sehr beliebt.

Die große Flexibilität der Software macht es aber ebenfalls möglich nicht-technische Texte richtig zu setzen. So eignet sich das Programm auch für die Erstellung juristischer Texte. Genau das habe ich ausprobiert und werde demnächst berichten, was daraus geworden ist. Geplant ist folgende Gliederung:

  1. Vorgeschichte / Was ist LaTeX
  2. Wie fange ich an, was muss ich wissen?
  3. Wie erstelle ich eine Gliederung, ein Literaturverzeichnis, Fußnoten?
  4. Fazit und eigene Meinung

Empfohlene Links:

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/TeX
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/LaTeX
  3. http://www.peterfelixschuster.de/tex.htm
  4. http://www.jurawiki.de/LaTeX
  5. http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/html/de-tex-faq.html

Domainname für 4 Mio. Euro

Unglaublich, was so ein generischer Begriff wie toys in Verbindung mit einem Dot-Com kosten kann. Ganze $ 5,1 Mio oder ca. 4 Mio Euro lässt sich der amerikanische Spielzeughändler toys’R’us kosten (http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_wirtschaft_article.php?id=215848). Ob die das Geld je wieder einfahren werden – in Zeiten der Massenentlassungen und finaziellen Instabilität werden die Elten jeden Cent im Portemonnaie wohl zweimal umdrehen, bevor sie die nächste Malibu Stacy kaufen.

Kostenlose Email Adresse für Juristen

Ich finde es immer sehr abstoßend, wenn jemand, der auf sich etwas hält und sich von der Masse abheben will, mit einer 0815 Emailadresse firmiert. Die ganzen gmx-es, hotmails, web.de’s und viele andere mögen zwar eine gute private Emailadresse sein, für seriöse Angelegenheiten passen diese nicht.

Unter mail.com kann man sich eine Emailadresse mit interessanten Domains (alles was nach @ steht) kostenlos registrieren. Zur Auswahl stehen zahlreiche Berufsbezeichnungen (journalist.com; lawyer.com; consultant.com; chef.net nur um einige zu nennen). Man kann sich auch etwas lustiges zulegen wie dr.com oder mad.scientist.com. Insgesamt stehen über 250 Email Domains zur Auswahl. Der Service ist kostenlos und beinhaltet 3 GB Speicherplatz, Spamschutz und Online Zugriff. Was leider nur mit einem Premiumzugang möglich ist, ist die POP3 Benutzung (Protokoll zur Benutzung in Outlook und anderen Emailprogrammen)

Auch gmx bietet etwas Ähnliches an. Diese als FunDomains bezeichneten Emaildomains sind in bezahlten Accounts ab ProMail (2,99/Monat) verfügbar. Welche Adressen zur Auswahl stehen, kann man leider ohne Registrierung nicht einsehen. Günstiger ist da die Maildomain für 1,49/Monat. Damit erhält man eine echte eigene Domainadresse mit 50 Emailaccounts, die von GMX verwaltet werden.

Fazit: Es gibt durchaus Möglichkeiten günstig an eine repräsentative Emailadresse zu kommen und nicht in der Masse einheitlicher Namen unsichtbar zu werden.

ZJS – kostenlose Zeitschrift für das juristische Studium ist online

Nun ist es soweit die erste Ausgabe der kostenlosen ZJS ist online verfügbar. Das ist eine durchaus seriöse Fachzeitschrift, die alle 2 Monate erscheint und von namhaften Juristen wie Gsell, Roxin, Rotsch, Artz, Rossi und v.a. geleitet wird. Die Hauptzielgruppe sind Studierende vor dem 1. Staatsexamen. Daher auch die meist ausbildungsrelevanten Beiträge.

Man kann sich die Zeitschrift hier entweder in gesamter Ausgabe oder nur die relevanten Beiträge herunterladen und bei Bedarf ausdrucken. Im Archiv finden sich ältere Ausgaben. Alles in allem eine sehr schöne und empfehlenswerte Sache.

Juris Datenbank für Studenten aus Köln von Zuhause nutzbar

Für Studenten der rechtswissenschaftlichen Fakultät in Köln steht die Juris Datenbank wieder über vpn zur Verfügung. Das heißt, man kann sich in die Datenbank einloggen, ohne zur Uni fahren zu müssen.

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Elektronische Tinte statt rote Würfel

Einen Juristen erkennt der Laie an den roten Würfeln – den seitenstarken Gesetzessammlungen. Noch. Denn die Revolution in diesem Bücherberuf steht unmittelbar bevor. Und sie wird, so wage ich zu behaupten, das äußere Berufsbild des Juristen nachträglich ändern und seine Sonderstellung mit seinen Büchern in der Öffentlichkeit verändern.

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